Übersicht zum Bologna Prozess

Positionen der Mitgliedsfakultätentage                         zum Bologna-Prozess

 

nach Fachbereichen, alphabetisch geordnet
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Deutsche Dekane- und Abteilungsleiterkonferenz für Architektur, Raumplanung und Landschaftsarchitektur

Position der DARL zur Bologna-Konferenz

 

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Die DARL, Deutsche Dekane- und Abteilungsleiterkonferenz, hat sich für den Bereich Architektur intensiv mit den Folgerungen aus der Bologa-Konferenz, insbesondere im Hinblick auf gestufte Studiengänge mit Bachelor- und Master-Abschluß befaßt und dazu bereits im Nov. 2001 und im Nov. 2002 die nachfolgenden Beschlüsse gefaßt.

Beschluß 1/62 – 23.11.2001

Die DARL fordert, dass die beschleunigte Einführung von Bachelor/Master-Studiengängen nicht ohne Not vorgenommen werden sollte. Der 10semestrige Diplom-Studiengang wird weiterhin als sinnvoll anerkannt. Falls ein Bachelor-Studiengang eingeführt wird, dann sollte er auf maximal 6 Semester angelegt werden. Er kann nicht berufsqualifizierend im Sinne der Entwurfsvorlageberechtigung sein.
Einstimmig

Beschluß Nr 1/64 – 23.11.2002

  1. Die DARL hat mit Ihrem Beschluß Nr. 1/62 vom 23.11.2001 eine gründlich diskutierte und inhaltlich abgewogene Stellungnahme zur Gestaltung des Bachelor-Grades vorgelegt.
  2. Auf diesem Hintergrund erscheint es der DARL als der Vertretung der universitären Ausbildungsstätten für die Architektur befremdlich, dass die Architektenkammern diesen Konsens in den letzten Wochen im Rahmen der ASAP in Frage gestellt haben.
  3. Die DARL fordert die Kammern eindringlich auf, auf der Basis des unter 1. genannten Beschlusses schnellstmöglich mit der ASAP zu einem Konsens zu kommen.
    Einstimmig

Maßgebend für die in diesem Beschluß zum Ausdruck kommende zurückhaltende Position war die unklare Situation in zwei Bereichen:

  • Nach Ansicht der DARL muß gewährleistet sein, daß nicht bereits der Bachelor zur Kammerfähigkeit führt.
  • Weiterhin muß gewährleistet sein, daß in dem harten NC-Fach Architektur die Studienberechtigung nicht mit dem ersten Abschluß Bachelor »verbraucht« ist.

Diese Beschlußlage gilt nach wie vor. Der Fortgang der einschlägigen Aktivitäten in den einzelnen Architekturfakultäten der Deutschen Universitäten wird auf den halbjährlichen DARL-Sitzungen regelmäßig erörtert. Die DARL dient auch als Plattform für Erfahrungsaustausch.

Um den Bologna-Prozeß auf eine institutionelle Basis zu stellen, hat die DARL aktiv an der Gründung von ASAP e.V. mitgewirkt. Sie ist Mitglied in dieser Vereinigung und im Vorstand vertreten.

 

gez.
Professor Dr. Rudolf Schäfer
28.8.2003

 

Weitere Informationen dazu in der Broschüre:
Ausbildung auf dem Gebiet der Raumplanung /
Stadt-, Regional- und Landesplanung in Deutschland
Carl-Heinz David (Hrsg.)

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Fakultätentag Bauingenieur- und Vermessungswesen (Heute:  Fakultätentag für Bauingenieurwesen, Geodäsie und Umweltingenieurwesen FTBGU e.V.)

Internet: http://www.ftbgu.de

 

Download FTBG Presseerklärung 2005 als PDF (205 KB)

 

Zweistufige Studiengänge für Bauingenieure. Eine kritische Stellungnahme aus Sicht der Ausbildungspraxis der Universitäten
Reformen dürfen nicht dazu führen, notwendige Inhalte abzubauen und Profile zu verwischen

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Prof. Dr.-Ing. K. Schweizerhof, Karlsruhe
Stellv. Vorsitzender des Fakultätentages für Bauingenieur- und Vermessungswesen
Artikel für »Deutsches Ingenieurblatt 6, 2003« 11.03.02

 

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Fakultätentag Elektrotechnik und Informationstechnik

Internet: http://ftei.de

 

Positionspapier vom 30. Januar 2008

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Fakultätentag Informatik

Internet: www.ft-informatik.de

 

Positionspapier vom 30. Januar 2008

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Deutscher Juristen-Fakultätentag

Internet: www.djft.de

 

Bachelor qualifiziert nicht für Beruf des Richters oder Anwalts“
Anwaltverein, Juristen-Fakultätentag und Hochschulverband zur Zukunft der Juristenausbildung

 

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Fakultätentag Maschinenbau und Verfahrenstechnik

Internet: www.ftmv.de

 

Anforderungen an Studienprogramme mit BA- und MA-Abschlüssen
in den Fachrichtungen Verfahrenstechnik/Chemieingenieurwesen

http://www.ftmv.de

 

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Mathematisch-Naturwissenschaftlicher Fakultätentag

Internet: www.mnft.de

 

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Am 5. Dezember 2009 tagte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg der Beirat des Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultätentags (MNFT). Der MNFT vertritt die Belange der in Lehre und Forschung tätigen Mathematiker und Naturwissenschaftler der deutschen Universitäten. Ein wichtiger Punkt der Tagesordnung waren diesmal die deutschlandweiten Studienproteste im Zusammenhang mit dem eingeführten Bachelor-Master-System.

 

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Medizinischer Fakultätentag

Internet: www.mft-online.de

 

Informationen zu Bachelor und Master in der Medizin

 

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Philosophischer Fakultätentag

Internet: www.philosophischerfakultaetentag.de

 

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Wuppertaler Erklärung

1. Der Philosophische Fakultätentag sieht sich durch die derzeitigen Proteste in seinen bereits mehrfach geäußerten Bedenken zum Bologna-Prozess bestätigt und fordert deshalb eine grundlegende Überarbeitung von Studiengängen und Studienorganisation.

2. Der Philosophische Fakultätentag fordert die Aufhebung der länderspezifischen Strukturvorgaben und die weitgehende Flexibilisierung der ‚Ländergemeinsamen Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen‘.

3. Bei der Überarbeitung der Studiengänge und der Studienorganisation sind folgende Grundsätze umzusetzen:
a) Reduzierung der Präsenzzeit (Zahl der Lehrveranstaltungen) auf ein         angemessenes Niveau bei gleichzeitiger Aufwertung der freien Arbeitszeit (Selbststudium).
b) Reduzierung der Prüfungslast auf ein angemessenes Niveau.
c) Entbürokratisierung der Studienorganisation und der Prüfungsverwaltung.
d) Aufstockung der personellen Grundausstattung zur Umsetzung der Bologna-
Studiengänge, d. h. Verbesserung der Betreuungsrelationen bei gleichzeitiger
Sicherung der Forschungskapazitäten.
e) Flexibilisierung des Studienverlaufs, vor allem Ausdehnung des Wahlpflichtbereichs, Ermöglichung von Teilzeitstudium und Mobilität.

4. Die Bologna-Reform ist nach wie vor dramatisch unterfinanziert. Deshalb ist es nötig, dass der Großteil des am 22.10.2008 auf dem sog. Qualifizierungsgipfel in Dresden zwischen Bund und Ländern für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wissenschaft und Forschung vereinbarten Finanzvolumens von 18 Mrd. € in die Grundausstattung der Hochschulen fließt, um die Qualität von Lehre und Forschung zu erhalten.

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Veterinärmedizinischer Fakultätentag

Stellungnahme zur Umsetzung des Bologna-Prozesses:

Konsekutive Studiengänge

Der Fakultätentag begrüßt die bestehende Ausnahmeregelung für die medizinischen Fächer, zumal es in Deutschland keinen universitären Studienabschluss gibt. Der Studiengang folgt in Deutschland einer vom Bundesrat unter Federführung des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung erlassenen Approbationsordnung. Alle Prüfungen werden durch Prüfungsausschüsse abgenommen, deren Mitglieder von den zuständigen Länderministerien ernannt werden.

Die Einführung eines konsekutiven Studienganges erscheint unmöglich, ohne den Studienabschluss mit Erhalt der (staatlichen) Tierärztlichen Approbation, die durch die zuständigen Länderministerien erteilt wird, zu gefährden, auch weil eine EU-Richtlinie ein Curriculum von mindestens 5.000 Stunden fordert.

Alle dem Fakultätentag angehörenden Institutionen bieten einen ungeteilten Studiengang von 9 bis 10 Semestern Dauer an. Für den gesamten Studiengang wäre als (unnötiger) universitärer Abschluss zwar ein Bachelor-Grad denkbar, der aber den Vorstellungen von der maximalen Dauer eines Bachelorstudiums zuwider läuft und das Studium erheblich abwerten würde, weil der Abschluss einem Master entspricht. Ein kürzerer Bachelorstudiengang würde hingegen eine Berufsausübung als Tierarzt nicht zulassen, ein Anschlussstudium (Masterstudiengang) wäre zwingend. Ein Masterrgad kann hingegen nicht verliehen werden, weil diesem ein Bachelor vorauszugehen hat.

Die Ziele des Bolognaprozesses (kurzes Studium mit europaweiter Anerkennung und Qualitätssicherung) sind durch die Tierärztliche Approbationsordnung (TAppO) am besten gesichert, auch weil sie in bestimmten Abständen Zwischenprüfungen vorsieht (Vorphysikum, Physikum, erster, zweiter und dritter Abschnitt des Staatsexamens) und sie die Lehre in allen relevanten Fächern sogar nach Stundenumfang regelt. Allerdings wird die TAppO derzeit als zu wenig flexibel bewertet.

Qualitätsevaluierung

Die Mitglieder des Fakultätentages haben sich alle auf freiwilliger Basis der Evaluierung durch die European Association of Establishments for Veterinary Education (E.A.E.V.E) unterzogen. Sie bejahen dieses internationale Evaluierungssystem, eine Evaluierung auf nationaler Basis (nur 5 deutsche Einrichtungen) halten sie dagegen nicht für sinnvoll. Sie sehen allerdings zwei parallele Evaluierungssysteme (siehe TEEP 2002 der EU-Kommission) als überflüssig an. Sie würden es begrüßen, wenn einem (abgespeckten) E.A.E.V.E.-System offizieller Charakter zugesprochen werden könnte. Damit wäre eine kontinuierliche Qualitätssicherung durch ein bewährtes System gewährleistet.

Strukturierte Weiterbildung

Verschiedene Einrichtungen bieten bereits heute Ph.D. Studiengänge an, auf Wunsch kann anstelle des Ph.D. auch der Dr. med.vet. verliehen werden. Die Einführung einer strukturierten Promotionsförderung (Promotionsstudiengänge) ist im Überlegungsstadium.

Die Realisierung frei belegbarer Weiterbildungsstudiengänge scheitert an der durch Gerichte erzwungenen vollständigen Lehrkapazitätsauslastung (numerus clausus) für das Normalstudium.

 

Veterinärmedizinischer Fakultätentag
Prof. Dr. Jürgen Gropp
Vorsitzender

Leipzig, den 14.08.2003

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